Honig und Süßigkeiten der traditionellen Bauernkultur Trevisos: Vom Montello bis zur Pinza der Epiphanie

Der Honig vom Montello, die Pinza zu Dreikönig und die Zaleti-Kekse sind die drei süßen Protagonisten der bäuerlichen Tradition von Treviso. Sie alle entspringen derselben Grundlogik: Reste und einfache Rohstoffe wie altbackenes Brot, Maismehl und lokalen Honig in etwas Festliches zu verwandeln, ohne etwas zu verschwenden.

Honig vom Montello: von der Nachkriegszeit bis heute

Die Honigproduktion auf Montello Sie hat sich in der Nachkriegszeit zu einer echten kommerziellen Tätigkeit entwickelt, und zwar in den Gemeinden Nervesa della Battaglia, Giavera del Montello, Volpago, Crocetta del Montello und Montebelluna. Anfänglich war sie auf die Bestäubung von Obstbäumen ausgerichtet und erst später auf die eigentliche Honigproduktion. Heute bietet der Montello verschiedene Sorten an – Kastanie, Robinie (im Volksmund “Akazie” genannt), Frühlings- und Sommerblütenhonig sowie Honigtau. Wenig entfernt gehört auch das Grappa-Gebiet zu den Regionen mit der höchsten Honigproduktion der Region. Hier transportieren die Imker die Bienenstöcke von den Tieflagen bis in die Berge, um die Bienen zu stärken. So erhält man Akazien-, Kastanien-, Löwenzahn- und Blütenhonig von hoher Qualität.

Die Pinza: das Gebäck des Panevin

Die Pinza veneta ist eng mit den Feierlichkeiten der Heiligen Drei Könige verbunden. Wenn in vielen Regionen Venetiens noch die Panevin, die großen Freudenfeuer zu Jahresbeginn. Es ist ein rustikales Gebäck aus altbackenem Brot, Maismehl, getrockneten Feigen, Rosinen, Fenchelsamen und einem Schuss Grappa. Es ist das perfekte Rezept, um die Reste der Feiertage in einem identitätsstiftenden Kuchen zu verwerten, ohne Verschwendung.

In der bäuerlichen Tradition der Voralpenregion gibt es auch eine Variante mit Kürbis: den Altmodischer Schwindel. Es ist ein süßes Kürbisenbrot, das typisch für das Voralpenland von Treviso ist. Es ist ein weiterer Beweis dafür, wie die lokale Küche eine einfache und saisonale Zutat – den Herbstkürbis, der auch in unserem Garten angebaut wird – in etwas Festliches verwandelt.

Im Gemüsegarten von La Corte di Marga angebauter Kürbis, eine Zutat des Pan co la suca aus Treviso
Kürbis aus dem Garten von La Corte di Marga, bereit, zu Pan co la Suca zu werden

Zaleti: die gelben Kekse der bäuerlichen Tradition aus Treviso

Zaleti sind Maismehlkekse mit Rosinen und ihrer charakteristischen gelben Farbe – daher der Name, vom venezianischen “zało” (gelb). Wie die Pinza stammen sie aus dem für das venetianische Umland typischen Maismehl und werden oft zusammen mit einem Glas Süßwein oder einem Kaffee serviert.

Nicht nur Tiramisu

Das bekannteste Dessert in Verbindung mit Treviso bleibt zweifellos das Tiramisù, von dem wir bereits ausführlich in unserem Artikel über seine Geschichte und Ursprungslegenden. Hier hingegen wollten wir den außerhalb der Region weniger bekannten, aber für die bäuerliche Küche dieses Gebiets ebenso prägenden Süßspeisen Raum geben.

Häufig gestellte Fragen zu den Süßspeisen der bäuerlichen Tradition Trevisos

Was ist der Panevin und was hat er mit der Pinza zu tun?

Das Panevin ist das große, propähetische Feuer, das in vielen Regionen Venetiens am Abend der Epiphanias (5. Januar) entzündet wird. Die Pinza, ein rustikaler Kuchen aus altbackenem Brot und Maismehl, ist das traditionell mit diesem Fest verbundene Gebäck.

Welcher Unterschied besteht zwischen dem Honig vom Montello und dem Honig vom Grappa?

Es handelt sich um zwei getrennte, aber nahe beieinander liegende Produktionsgebiete. Das Montello produziert vor allem Kastanien-, Akazien- und Blütenhonig, während das Grappa-Gebiet auch Akzien-, Kastanien-, Löwenzahn- und Bergblütenhonig produziert. Hier werden die Bienenstöcke in höhere Lagen gebracht, um die Bienen zu stärken.

Macht man in der Corte di Marga auch Tiramisù?

Ja, aber in einem eigenen Artikel. Die Geschichte und die Ursprungslegenden des Tiramisù aus Treviso werden in unserem speziellen Artikel erzählt, der oben verlinkt ist. Hier haben wir uns auf die weniger bekannten Desserts der Bauerntradition konzentriert.

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